Das Heinrich E-Bike hat enorme Power und das stufenlose Automatik-Getriebe arbeitet stets mit deiner bevorzugten Trittfrequenz. Mit Carbon-Riemenantrieb und dem Bosch Performance CX Motor mit 85 Nm, kannst du immer enorm Energie auf die Straße bringen. Hydraulische Scheibenbremsen und moderne LED Beleuchtung sind selbstverständlich.
Das Duo aus kraftvollem Mittelmotor und Automatik-Schaltung stellt sich individuell auf Dich ein. Wähle einfach Deine bevorzugte Trittfrequenz und gewünschte Unterstützungsstufe, die genau Deinem Fahrstil entspricht. Verbinde Dein Smartphone mit dem smarten System von Bosch, um z.B. Fahrdynamik individuell anzupassen und eigene Profile anzulegen.
Dieses Rad kombiniert die beiden aufwendigsten Techniken, die Schindelhauer je in einen Heinrich gebaut hat: eine stufenlose Automatik-Nabenschaltung und das digitale Bosch Smart System. Die enviolo TR mit dem Modus AUTOMATiQ und elektronischer eShift arbeitet ohne Züge und ohne Betätigung und hält die Trittfrequenz konstant, während die Nabe das Übersetzungsverhältnis im Hintergrund nachführt. Der Bosch Performance CX aus dem Smart System liefert 250 Watt Nennleistung und 85 Nm Drehmoment, Unterstützung bis 25 km/h. Die Steuerung von Motor und Nabe erfolgt, wie es die Herstellerbeschreibung formuliert, individuell nach Fahrerwunsch: Trittfrequenz und Unterstützungsstufe einstellen, und beide Systeme arbeiten zusammen. Das Ergebnis ist ein Rad, das sich nicht einstellen lässt, sondern einstellt.
Digital bleibt es nicht bei der Nabe. Über die eBike-Flow-App lässt sich das Smartphone mit dem Smart System verbinden, die Fahrdynamik individuell anpassen, eigene Profile anlegen und Over-the-Air-Updates installieren. Optional lässt sich das Bosch ConnectModule ergänzen und schützt das Rad per GPS-Tracking vor Diebstahl. Anzeige und Bedienung übernimmt der Bosch-KIOX-Bordcomputer in Verbindung mit einer LED-Remote-Fernbedienung, die ohne Kabel auskommt. Der PowerTube 500 mit rund 500 Wh lässt sich unterwegs entnehmen, wie es das Rad auch im Alltag vorsieht: Gepäck transportieren, Akku herausnehmen, weiterfahren.
Der Rahmen aus AL6061-T6-Aluminium folgt der bekannten Serie: dreifach konifizierter Rohrsatz, geschmiedete Motorbrücke, mehrzelliges Unterrohr, geschmiedetes Ausfallende mit Schlittenspannsystem und Belt Port, integrierte Sattelklemme und geglättete Schweißnähte. Diese komplexe Eigenentwicklung umschließt Motor und Akku so kompakt wie möglich, ohne an Funktionalität oder Stabilität zu verlieren, und verleiht dem Mittelmotor-Rad die sportliche Kurvenlage, die man sonst von einem Racebike erwarten würde. Die Gabel ist hydrogeformtes Aluminium mit tapered Profil, interner Kabelverlegung, Post-Mount-Aufnahme und 15-mm-Steckachse, der Steuersatz ein integrierter Acros ICR 1,5 Zoll.
Ein Detail, das dieses Rad von allen anderen Heinrichs abhebt, sind die beiden Lederteile: ein Brooks B17 Sattel und Schindelhauer Ergo-Ledergriffe. Beide sind nicht austauschbar im Sinn von billig, sondern so beschaffen, dass sie mit dem Alter patiniert und mit dem Rad altern. Dazu kommt ein Heckgepäckträger von RackTime mit SnapIt-Schnellverschluss, der als echter Gepäckträger montiert ist und nicht erst angebracht werden muss.
Auch der Wetterschutz ist serienmäßig: Alumee-Schutzbleche mit 60 mm Breite in Schindelhauer-Ausführung halten Nässe und Schmutz ab. Die Beleuchtung besteht aus dem Supernova Mini 2 Scheinwerfer vorn und einem Supernova E3 Rücklicht, beide aus dem E-Bike-Akku gespeist. Ein Frontgepäckträger ist montierbar. Unter dem Oberrohr lässt sich eine Schlosshalterung anbringen, auch ein Rahmenschloss ist montierbar. Am Sitzrohr ist ein Kindersitz vorgesehen, und für die Hinterradachse lässt sich über einen Kupplungsadapter ein Kinderanhänger anhängen – mit Freigabe des jeweiligen Herstellers. Der Hebie-Seitenständer 663 FIX18 gehört zur Ausstattung, das zulässige Gesamtgewicht aus Fahrrad, Fahrperson und Gepäck liegt bei 155 kg.
Gefahren wird über einen Gates-Carbon-Drive-CDX-Riemen mit 50 Zähnen vorn, 22 hinten und 118 Zähnen gesamt. Die breiten Schwalbe-G-One-Speed-Reifen in 50-584, also50 Millimeter, mit Reflexstreifen laufen auf 27,5-Zoll-Alexrims-EXR25-Felgen mit geöstem Rand und Sapim-Race-Speichen in drei- und zweifacher Kreuzung. Die Naben sind Schindelhauer-Hochflansch-Disc vorn und enviolo TR hinten. Als Bremsen dienen hydraulische Scheibenbremsen von Shimano Alfine S7000 mit 160 mm Scheibendurchmesser. Dazu kommen der Miranda-Delta-Kurbelsatz, CNC-gefräste Schindelhauer-Urban-Pedale aus Aluminium, der Satori-Stealth-Vorbau und der Satori-Seagull-Lenker.
Mit 24,9 kg in Größe M ist es das schwerste Rad der Serie, und das ist der Preis der Vollausstattung: Schutzbleche, Heckgepäckträger, enviolo-Nabe, Shimano-S7000-Hydraulik, die 50-Millimeter-Reifen und die komplette Lichtanlage wiegen mehr als die eingesparte Schaltmechanik. Dafür bekommt man alles serienmäßig, dazu Lederdetails und die stärkste Motorstufe der Marke in einem Rahmen.
Heinrich – Der Name der Serie. Die Marke vergibt althochdeutsch klingende Vornamen und ordnet sie nach einem System mit direkter technischer Folge: Männliche Namen stehen für den Diamantrahmen, weibliche Namen für den Trapezrahmen. Heinrich ist damit die geschlossene Variante; das weibliche Gegenstück Hannah trägt dieselbe Technik mit Schwanenhals und niedrigem Einstieg.
Enviolo – Der Name des Herstellers der stufenlosen Nabenschaltung, nach der das Rad benannt ist. enviolo-Naben kennen keine einzelnen Gänge, sondern geben das Verhältnis zwischen Pedal- und Radumdrehung fortlaufend vor. AUTOMATiQ mit elektronischer eShift ergänzt das um eine Automatikfunktion, die diese Anpassung selbst übernimmt. In derselben Serie stehen die Alfine-Variante mit acht festen Gängen und die SSP-Variante mit fester Übersetzung – drei Getriebekonzepte auf identischer Grundkonstruktion.
Bosch Smart – Die Kennzeichnung der digitalen Generation. Sie bedeutet, dass Motor, Akku, Display und Bedienelemente als vernetztes System arbeiten: Kiox-Bordcomputer, LED-Remote, Smartphone-Anbindung über die eBike-Flow-App, Over-the-Air-Updates und ConnectModule-Vorbereitung für GPS-Diebstahlschutz. In dieser Konstellation ist auch das leistungsstärkste Motorenmodell verbaut, die Performance CX mit 85 Nm.
Mitternachtsblau – Die Farbvariante. Ein tiefes, dunkles Blau, das im Licht fast wie Schwarz wirkt und im Schatten einen deutlichen blauen Ton behält. Zusammen mit dem Brooks-Sattel in Braun und den Ledergriffen entsteht eine Farbkombination, die bewusst klassisch angelegt ist. In der Heinrich-Familie stehen außerdem graphitschwarz, perlblau, titansilber und granatrot zur Auswahl.
Rahmen, Gabel, Gates-CDX-Riemen, Laufräder, Naben, Kurbelsatz, Pedale, Vorbau, Lenker, Schutzbleche, Gepäckträger, Beleuchtung und Seitenständer sind über die Enviolo-Ausführungen hinweg im Kern gleich. Der Unterschied liegt in zwei Dimensionen: der Motorstufe und der Ausstattung.
Die hier vorgestellte Enviolo Bosch Smart ist die umfassendste Version:85 Nm statt65 Nm der Performance-Line-Variante, und darüber hinaus ein Motorrad mit Lederdetails. Der Brooks-B17-Sattel, die Ergo-Ledergriffe, die Shimano-Alfine-S7000-Hydraulikbremsen und die 50-Millimeter-Schwalbe-G-One-Reifen liegen über dem, was die einfacheren Enviolo-Modelle bieten. Gegenüber dem SSP Bosch Smart, das mit 85 Nm denselben Motor bringt, aber mit fester Übersetzung, keinem Gepäckträger, keinen Schutzblechen und einem Gewicht von 19,7 kg auskommt, ist dieses Rad die vollständige, komfortabelste Ausprägung derselben Spitzenleistung. Gegenüber der Alfine-Variante mit acht Gängen und Schindelhauer-Hochflansch-DISC-Hinterradnabe setzt es auf die enviolo-Nabe und die digitale Generation.
Die Entscheidung fällt damit zwischen drei Dingen: Schalttechnik, Ausstattung und Digitalisierung. Wer maximale Ausstattung und Leder sucht, bekommt hier beides. Wer ein leichtes, minimales Rad will, ist beim SSP Bosch Smart mit seinen 19,7 kg gut aufgehoben. Wer Schaltung und Allround-Ausstattung ohne Smart System sucht, findet diese in der Alfine-Ausführung. Dieser Heinrich ist die Antwort auf die Frage, was passiert, wenn man alle drei Wege geht.
Der Hersteller nennt dieses Rad einen Meister aller Disziplinen, und diese Beschreibung lässt sich am besten an seinen Fähigkeiten ablesen. Das Rad kann pendeln, es kann einkaufen, es kann am Wochenende eine längere Runde drehen, und es kann bei Regen mit Gepäck fahren, weil Schutzbleche und Heckgepäckträger ab Werk dabei sind. Die 50-Millimeter-Reifen auf 27,5-Zoll-Laufrädern federn Unebenheiten ab und bieten auf Asphalt mehr Komfort, als ein schmaleres Profil geben würde. Die erhöhte Lenkerposition des Satori-Seagull und der Brooks-B17-Sattel sorgen für eine entspannte Sitzposition, die auch längere Etappen erträgt, und die hydraulischen Scheibenbremsen liefern bei Nässe planbare Verzögerung.
Die Automatik macht dabei den Unterschied: Man stellt die Trittfrequenz einmal ein und fährt. Ampelstarts, Gegenwind und jede Steigung laufen dann so ab, weil die Nabe die Last ausregelt und der Motor die Leistung liefert. Der Broker, das die Nabe und der Motor arbeiten dabei zusammen, und genau das macht dieses Rad zu dem ausgewogensten der Serie. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, wird die konstante Trittfrequenz zu schätzen wissen, weil sie die Belastung gleichmäßig hält.
Bei den anderen Serien bleibt die Abgrenzung wie gewohnt: Arthur und Antonia sind sportlicher-aufrecht, das Emil städtischer und wendiger, und die Wilhelm-Familie ist als Custom- und Gravel-Bike mit Pinion-, Rohloff- oder Alfine-Di2-Technik für andere Zwecke gebaut. Bei den geschlechtsspezifischen Varianten und Rahmenformen ist Hannah das weibliche Gegenstück zum Heinrich, technisch identisch, aber mit Schwanenhals-Trapezrahmen und niedrigem Einstieg. Hier wird der Heinrich ausschließlich als Diamantrahmen angeboten, in den Größen M (48 cm) und L (53 cm), jeweils in mitternachtsblau.