Das wartungsarme Schindelhauer Gustav Urban Bike punktet mit leichtem Alurahmen, Frontgepäckträger und Riemenantrieb kombiniert mit Shimano 8-Gang Nabenschaltung. Ein vielseitiges Stadtrad für Pendeln und Touren mit Scheibenbremsen und Vollausstattung.
Durch die Montage des Frontträgers am Rahmen, bleibt das Lenkverhalten selbst bei größerer Beladung agil. Fester Bestandteil des Trägerkonzeptes sind die innovativen Spanngurte (VarioStraps), welche individuell an Größe und Form der Ladung angepasst werden können.
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Youtube Videos anzeigenGustav steht auf einem Rahmen aus Aluminium (AL6061-T6) mit dreifach konifiziertem Aero-Profil. Die Rohre sind dort verstärkt, wo Lasten wirken, und dort schlanker, wo Material nur Gewicht bedeuten würde – glatt verschweißte Übergänge und geschmiedete Ausfallenden mit Slider-Belt-Spannsystem und Belt Port halten den Rahmen steif und den Zahnriemen dauerhaft auf Spannung. Genau diese Steifigkeit trägt dazu bei, dass auch beladen gerichtet und ruhig bleibt, was die Rahmenfront dem Lenker mitgibt.
Der Antrieb besteht aus dem Gates Carbon Drive CDX-Riemen und einer Shimano-Nexus-8-Gang-Nabenschaltung. Die acht Gänge liegen geschlossen in der Nabe, die Übersetzung mit 46 Zähnen vorne und 24 Zähnen hinten ist so gewählt, dass Anstiege mit Gepäck, flotte Passagen und stoppiges Stadtverkehrsrollen jeweils im passenden Widerstand gefahren werden können. Riemen und Nabenschaltung sind auf Dauereinsatz ausgelegt: keine Ölfilmkette, kein Schaltwerk, das sich am Bordstein verreibt – ein Rad, das im Alltag keine Zuwendung verlangt, sondern sie im Prinzip ausschließt. Zusammen mit dem THUN-Zumba-Tretlager und dem Gates-Kurbelsatz bleibt der Kraftfluss leise und effizient.
Die Beleuchtung wird über den Shimano-Dynamo in der Vorderradnabe gespeist: Busch & Müller Lumotec Eyc N Plus vorn und ILU jr. hinten leuchten, sobald es losgeht, und sind formschön in die Optik eingebettet. Rundum voll ausgestattet ist Gustav mit Curana-Apollo-Schutzblechen aus Strangpressprofil, dem Pletscher-Twin-Ständer und Shimano-MT200-Hydraulikscheibenbremsen, die ihre Kraft auch am beladenen Rad dosierbar abgeben. Die WTB-Horizon-Reifen puffern Kopfsteinpflaster ab und tragen Reflexstreifen, die bei Dämmerung von der Seite wirken.
Transport und Touren sind mitgedacht: Der am Rahmen befestigte Frontträger lenkt nicht mit und hält die Ladung auch bei großem Volumen ruhig, während die VarioStraps individuell an Größe und Form der Fracht angepasst werden. Am Sitzrohr lässt sich ein Kindersitz montieren, an der Hinterachse ein Fahrradanhänger, Flaschen- und Schlosshalter finden ihre Punkte am Rahmen. So greifen Rahmenanlage, Riemenantrieb, Dynamo-Licht und Trägerkonzept ineinander: Gustav verlangt wenig Aufmerksamkeit und trägt im Gegenzug viel – vom täglichen Weg bis zur beladenen Tagestour.
Der Modellname besteht aus einem einzigen Wort: Gustav. Es handelt sich um einen altüberlieferten germanischen Vornamen, der sich aus „Gaut" (Stamm, Volk) und „staba" (Stab) zusammensetzt und damit im Kern so viel wie „Stab des Volkes" oder „Pfeiler" bedeutet – ein Name, der für Beständigkeit und Standfestigkeit steht. Gustav reiht sich damit in eine Reihe traditioneller Vornamen ein, mit denen Modelle dieser Marke benannt sind, und übersetzt diese Haltung in eine unprätentiöse, vertraute Anmutung. Hinzu tritt im vollständigen Produktnamen die Farbbezeichnung petrol: eine tiefe, blaue bis leicht grünliche Nuance, die den sachlichen, reduzierten Eindruck des Rads unterstreicht.
Die Modellfamilie kennt neben Gustav mit dem hoch gesetzten Diamantrahmen das Gegenstück Greta mit tiefem Einstieg – beide teilen Antrieb, Beleuchtung, Schutzbleche, Frontträger und Farbwelt, entscheiden sich aber in der Rahmenform. Greta richtet sich an alle, die den bequemen Durchstieg schätzen, während Gustav die klassische, sportlich-gerade Linie verkörpert. Die limitierte Gustav Classic Edition wiederum tauscht die Nexus-Nabenschaltung gegen eine Shimano Alfine und setzt auf silberpolierte Anbauteile, lackierte Schutzbleche in Rahmenfarbe, einen Brooks-Ledersattel mit Ledergriffen sowie einen LightSKIN-Scheinwerfer; jedes Exemplar ist einzeln graviert. Gustav in petrol bleibt dabei die klar ausgelegte Serienvariante für den täglichen Einsatz.
Gustav ist als Allrounder im Straßenverkehr gedacht – Weg zur Arbeit, Einkaufstour, Familienrad und ausgedehnte Runde an einem Wochenende. Die entspannte Sitzposition mit längerem Steuerrohr und kurzer Lenkeranbindung macht aus Kurzstrecken in der Stadt ebenso bequeme Fahrten wie längere Etappen, und die großvolumigen Reifen lassen Kopfsteinpflaster und Parkwege zur Lieblingsabkürzung werden. Die hohe Zuladung des Frontträgers plus Kindersitz- und Anhängermöglichkeit machen aus dem Pendler ein Familien- und Transportrad, während Dynamo-Licht und Schutzbleche das Ganze ganzjährig nutzbar halten.
Im Vergleich zu anderen Baureihen desselben Herstellers ist das die klar auf Komfort und Nutzung ausgelegte Variante: Siegfried und Viktor folgen dem Purismus mit einem einzigen Gang und sportlicher Haltung, Ludwig setzt mit der Alfine-Nabenschaltung auf sportliche Flexibilität, Friedrich auf Komfortkomponenten wie Brooks-Sattel und Tubus-Träger, und Wilhelm bewegt sich hochwertig ausgestattet im Touren- und Getriebesegment. Gustav vereint demgegenüber Riemenantrieb, Nabenschaltung, Dynamo-Licht und Frontträger ab Werk zu einem einzigen, stimmigen Paket – ergänzt durch das weibliche Pendant Greta mit tiefem Einstieg als zweiter Rahmenform der Familie.