Als Singlespeed Bike kommt Heinrich ohne Schaltung aus, da dies durch den starken Bosch Performance Line (65 Nm) Motor, samt 500 Wh Bosch Akku, eindrucksvoll kompensiert wird. Mit dem wartungsfreien Carbon-Riemenantrieb kannst du die volle Kraft zuverlässig übertragen. Dieses City E-Bike verfügt über ein Supernova-Beleuchtungssystem, voll integriert in Lenker und Sattelstütze.
Heinrich ist ein sauberes Pendler-Pedelec. Wie bei allen Schindelhauer-Modellen garantiert die komplexe Eigenentwicklung des Rahmens sportliches Kurvenverhalten – etwas, das man von einem E-Bike mit Mittelmotor nicht erwarten würde. Antriebseinheit und Akku sind so kompakt und elegant wie möglich integriert, ohne Kompromisse bei Funktionalität oder Stabilität einzugehen.
Dieses Rad verzichtet bewusst auf jede Schaltung und ersetzt sie durch Schub. Der Rahmen aus AL6061-T6-Aluminium ist die Basis: dreifach konifizierter Rohrsatz, geschmiedete Motorbrücke, mehrzelliges Unterrohr, geschmiedetes Ausfallende mit Schlittenspannsystem und der als Belt Port bezeichnete Riemenport, dazu geglättete Schweißnähte und fünf Jahre Garantie. Diese komplexe Eigenentwicklung ist bewusst so angelegt, dass Motor und Akku so kompakt wie möglich eingeschlossen werden – und sie sorgt bei einem Mittelmotor für die sportliche Kurvenlage, die man sonst eher von einem Race-Bike erwarten würde. Sämtliche Leitungen verschwinden intern in Steuerrohr, Gabel und Rahmen, sodass die Linienführung puristisch bleibt.
Als Antrieb dient der Bosch Performance Line (Cruise) mit 250 Watt Nennleistung und 65 Nm Drehmoment, unterstützt bis 25 km/h. Die Energie liefert der entnehmbare Bosch PowerTube 500 mit rund 500 Wh Kapazität; Anzeige und Steuerung laufen über den Bosch-Purion-Bordcomputer. Weil der Motor getriebelos arbeitet, bleibt das Rad auch oberhalb der Supportgrenze und bei abgeschaltetem Antrieb angenehm leichtgängig.
Die Kraftübertragung übernimmt ein einziger Gates-Carbon-Drive-CDX-Zahnriemen mit 55T vorn, 20T hinten und 120 Zähnen – eine feste Übersetzung, die ohne Öl, ohne Längung und ohne Nachspannen arbeitet. Genau darin liegt die Logik dieses Rads: Wo eine Kettenschaltung mehrere Übersetzungen bereitstellt, die am Berg feiner abgestuft werden, holt hier das Drehmoment die Aufgabe. Mit 65 Nm und einem kurzen, sportlichen Radstand meistert das SSP auch steile innerstädtische Abschnitte und Gegenwind, ohne dass ein Schaltvorgang nötig wird. Wer im Stand in den Berg fahren muss, nutzt den Vorteil einer Nabenschaltung – auch ohne Schaltung bleibt die Nabe unkompliziert.
Die Beleuchtung steckt vollständig im Cockpit und in der Sattelstütze. Vorne sitzt der Supernova Mini 2 Scheinwerfer im Lenker verborgen, hinten übernimmt eine LightSKIN-LED-Sattelstütze mit integriertem Rücklicht die Aufgabe – beide werden aus dem E-Bike-Akku gespeist und über das Bedienelement geschaltet. Damit bleibt das Rad auch bei Dunkelheit ohne zusätzliche Zubehörteile auf der sicheren, gesetzestreuen Seite, und die klare Sattelstütze wirkt unauffällig wie ein normales Bauteil.
Für Gepäck und Alltagsausstattung ist das Rad vorbereitet, ohne dass es an Zubehörbindung leidet: Schutzbleche lassen sich montieren, und ein Frontgepäckträger ist an der Rahmengeometrie vorgesehen – die klassische Lösung für Pendler, die Einkäufe, Notebook oder Sportgepäck vorne transportieren wollen. Unter dem Oberrohr lässt sich eine Schlosshalterung anbringen, auch die Montage eines Rahmenschlosses ist möglich. Ein Kindersitz findet am Sitzrohr Platz; die dort verbaute Rückleuchte bleibt dabei sichtbar. Der Hebie-Seitenständer 663 FIX18 gehört zur Ausstattung, das Gewicht in Größe M beträgt nur 19,7 kg – rund vier Kilogramm weniger als ein voll ausgestattetes urbanes E-Bike.
Zur Ausstattung im Detail: hydraulische Scheibenbremsen von Formula CURA mit 160 mm Scheibendurchmesser, 47 mm breite WTB-Horizon-Reifen mit Reflexstreifen auf 27,5-Zoll-Felgen, Alexrims-EXR25-Felgen mit Sapim-Race-Speichen, Schindelhauer-Hochflanschnaben, der Miranda-Delta-Kurbelsatz, CNC-gefräste Aluminium-Pedale aus eigener Fertigung, der Satori-Stealth-Vorbau, der Satori-Noirette-Lenker, der Sattel FABRIC Scoop Shallow Sport, schraubbare Schindelhauer-Griffe sowie eine hydrogeformte Aluminiumgabel mit tapered Steuersatz und 15-mm-Steckachse.
Der Name dieser Variante setzt sich aus vier Teilen zusammen, von denen jeder eine konkrete technische Aussage macht.
Heinrich – Der Basisname. Die Marke verleiht ihren Modellen treudeutsche Vornamen, die in aller Welt sofort als typisch deutsch gelesen werden. Die Namensgebung folgt dabei einer geschlechtsspezifischen Logik mit direkter technischer Entsprechung: Männliche Namen stehen für den Diamantrahmen, weibliche für den Trapezrahmen. Deshalb trägt Heinrich den geschlossenen Oberrohrahmen, während das weibliche Gegenstück Hannah technisch identisch, aber mit Schwanenhals-Trapez ausgestattet ist.
SSP – Die Kurzform für SingleSpeed. Sie kennzeichnet innerhalb einer Modellfamilie die Variante mit fester Übersetzung und ohne Schaltung. Die Zusätze SSP, enviolo oder Alfine in den Produktnamen bezeichnen daher stets den Getriebetyp derselben Grundkonstruktion, nicht ein anderes Rad.
Performance Line – Die Bosch-Bezeichnung für diese Motorstufe. Innerhalb der Bosch-Familie unterscheiden die Active Line, die Performance Line und die CX-Ausbaustufen die Leistungsklasse: Die Performance Line mit 65 Nm liegt oberhalb der Active Line Plus mit 50 Nm und unterhalb der CX-Stufe mit 85 Nm. Genau diese Abstufung ist es, die den Produktpreisunterschied innerhalb der SSP-Reihe ausmacht.
graphitschwarz – Die Farbvariante. Ein tiefes, matteres Schwarz, das zusammen mit den dunklen Felgen, den schwarzen Anbauteilen und der dunklen Bereifung eine durchgehend ruhige Oberfläche ergibt. In dieser Modellfamilie sind außerdem perlblau, titansilber und granatrot erhältlich.
Alle Heinrich-Varianten teilen sich denselben Rahmen, dieselbe Gabel, denselben Gates-Carbonriemen und dieselbe Laufradkonstruktion aus Alexrims-EXR25-Felgen mit Schindelhauer-Naben. Unterschiedlich sind Getriebe, Motorstufe und Ausstattung.
DieAlfine-Ausführung setzt auf die Shimano-Alfine-Achtgang-Nabenschaltung und den Bosch Active Line Plus mit 50 Nm; sie ist die vollständig ausgestattete Variante mit Rahmen-Schutzblechen, rahmenfestem Frontgepäckträger und Gepäckbügeln. Die enviolo-Variante arbeitet mit der stufenlosen Enviolo-TR-Nabe samt elektronischer AUTOMATIQ-eShift, angetrieben vom Performance Line mit 65 Nm. Die Smart-System-Generation mit Kiox-Display, LED-Remote, eBike-Flow-App und ConnectModule-Vorbereitung steigert das Drehmoment auf 85 Nm.
Auf der Singlespeed-Linie hebt sich der hier vorgestellte SSP mit dem Performance Line und 65 Nm vom SSP Active Line Plus mit 50 Nm ab – bei identischem Rahmen, identischem Riemen und identischen 19,7 kg in Größe M. Das ist der einzige Unterschied zwischen beiden, und er ist ein bewusster: Der stärkere Motor kompensiert die fehlende Ganganzahl, ohne dass das Gewicht steigt. Gegenüber den geschalteten Geschwistern bleiben zwei Vorteile: Das Rad wiegt rund vier Kilogramm weniger und fährt sich entsprechend wendiger. Auf der anderen Seite ist das SSP die reduzierteste Version der Familie – es setzt auf reine Agilität, kurze Wege und ein puristisches Erscheinungsbild statt auf Gepäckträger, Schutzbleche und LED-Ledergriffe ab Werk.
Der SSP ist ein Pendler-Pedelec für die Stadt und das Umland. Mit 19,7 kg lässt er sich wie ein leichtes Stadtrad fahren und in Bus, Bahn oder Keller tragen, und der kurze Radstand zusammen mit der sportlichen Geometrie macht ihn in engen Straßen, an Ampeln und in Kurven angenehm direkt. Der Motor kompensiert Ampelstarts und Gegenwind so souverän, dass auch der Weg ins Umland ohne Nachdenken über Gänge funktioniert. Die 47-Millimeter-Reifen auf 27,5-Zoll-Laufrädern federn Unebenheiten ab, wie sie in der Stadt alltäglich vorkommen, und die hydraulischen Scheibenbremsen sorgen bei Regen für planbare Verzögerung.
In der Familie nimmt das Rad eine klar umrissene Rolle ein: Es ist die leichteste und sportlichste Ausprägung. Wer Gepäckträger, Schutzbleche, Vollstreckung und einen Hub im Fahren braucht, ist bei der Alfine- oder enviolo-Variante besser aufgehoben; wer dagegen auf ein Rad Wert legt, das ohne sichtbare Mechanik und mit minimalem Gewicht durch die Stadt kommt, trifft hier genau richtig. Gegenüber anderen Serien derselben Marke grenzt sich der SSP klar ab: Die Modelle Arthur und Antonia sind noch sportlich-aufrechter ausgerichtet, das Emil ist städtischer und wendiger ausgelegt, und die Wilhelm-Familie ist als Custom- und Gravel-Bike mit Pinion-, Rohloff- oder Alfine-Di2-Technik für völlig andere Zwecke gebaut.
Auch geschlechtsspezifische Varianten und Rahmenformen sind zu nennen: Hannah ist das weibliche Gegenstück zum Heinrich und technisch identisch, setzt aber auf den Schwanenhals-Trapezrahmen und einen niedrigeren Einstieg. Auf dieser Landing Page wird der Heinrich ausschließlich als Diamantrahmen in den Größen S (45 cm) und M (49 cm) angeboten, weitere Rahmengößen der Serie führen die Produktvarianten.