Das Heinrich E-Bike vermittelt ein tolles Dynamikgefühl und lädt zu Touren ein, denn das stufenlose Automatik-Getriebe arbeitet stets mit deiner bevorzugten Trittfrequenz. Dank der Top-Komponenten, wie dem Carbon-Riemenantrieb und dem Bosch Performance Line Motor, kannst du immer die volle Bandbreite an Leistung auf die Straße übertragen.
Die Performance Line zeichnet sich durch besonders kraftvolle Unterstützung und hohes Drehmoment aus. Der PowerTube 500 Akku ermöglicht eine Reichweite, die je nach Unterstützungsstufe für mehrere Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen oder in die Natur ausreicht. Der Akku ist entnehmbar und in 4,5 Stunden vollständig aufgeladen.
Die Idee dieses Rads ist so einfach wie konsequent: Radfahren, ohne sich Gedanken über Gänge zu machen. Die enviolo TR ist eine stufenlose Nabenschaltung, die ihre Übersetzung selbstständig anpasst – auf Wunsch im Modus AUTOMATIQ mit elektronischer eShift-Schaltung, ganz ohne Züge und ohne Betätigung. Was bleibt, ist eine feste Trittfrequenz: bergauf, bergab, bei Rückenwind und bei Gegenwind pedalst du mit demselben Rhythmus, während die Nabe das Verhältnis zwischen Pedal und Rad im Hintergrund ausbalanciert. Ampelstarts werden dadurch so ruhig wie eine Fahrt mit Rückenwind, und die Aufmerksamkeit bleibt frei für die Umgebung statt für den Schalthebel.
Den Rahmen dafür liefert Schindelhauer aus AL6061-T6-Aluminium: dreifach konifizierter Rohrsatz, geschmiedene Motorbrücke, mehrzelliges Unterrohr und ein geschmiedetes Ausfallende, das über ein Schlittenspannsystem sitzt und den eigens entwickelten Belt Port für den Riemen aufnimmt. Dazu kommen integrierte Sattelklemme, geglättete Schweißnähte und fünf Jahre Garantie. Diese komplexe Eigenentwicklung umschließt Motor und Akku so kompakt und elegant wie möglich, ohne Funktionalität oder Stabilität aufzugeben, und sorgt bei einem Mittelmotor für eine sportliche Kurvenlage, wie man sie sonst von einem Racebike erwarten würde. Sämtliche Kabel und die hydraulischen Bremsleitungen verschwinden in Gabel und Rahmen – bei einem Rad mit Schutzblechen, Gepäckbügeln und kompletter Lichtanlage ist das die Voraussetzung dafür, dass es sauber wirkt.
Antrieblich ist die enviolo-Variante mit dem Bosch Performance Line (Cruise) ausgestattet: 250 Watt Nennleistung, 65 Nm Drehmoment, Unterstützung bis 25 km/h. Die Leistung kommt über den Gates-Carbon-Drive-CDX-Riemen mit 50 Zähnen vorn, 22 hinten und 118 Zähnen gesamt. Der PowerTube 500 mit rund 500 Wh Kapazität lässt sich unterwegs entnehmen und ist in etwa viereinhalb Stunden vollständig geladen – je nach Unterstützungsstufe reicht eine Ladung für mehrere Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen oder in die Natur. Anzeige und Bedienung übernimmt der Bosch-KIOX-Bordcomputer.
Hier entscheidet sich der Unterschied zur nackten Stadtversion: Die Schutzbleche sind serienmäßig montiert – maßgefertigte Wingee W52 in Schindelhauer-Ausführung. Sie halten Regen und Schmutz ab, tragen eine integrierte Beleuchtungsanlage von Supernova und haben an der Rückseite integrierte Gepäckbügel, an denen Heck-Transporttaschen ohne zusätzlichen Träger hängen. Der Beleuchtungskomplettsatz besteht aus dem Supernova Mini 2 Scheinwerfer vorn und einem Supernova E3 Rücklicht; beide werden aus dem E-Bike-Akku gespeist. Ein rahmenfester Aluminium-Frontgepäckträger mit VarioStraps ist optional erhältlich und ergänzt die hinteren Bügel zu einem vollen Transportsystem.
Für die tägliche Praxis bedeutet das ein Rad, das morgens ohne Zubehör loskommt und abends im Keller gewinnt: Der Hebie-Seitenständer 663 FIX18 gehört zur Ausstattung, unter dem Oberrohr lässt sich eine Schlosshalterung anbringen und auch ein Rahmenschloss montieren. Am Sitzrohr ist die Befestigung eines Kindersitzes vorgesehen, und für die Hinterradachse lässt sich über einen Kupplungsadapter ein Kinderanhänger anhängen – die Freigabe des jeweiligen Herstellers vorausgesetzt. Mit 24,7 kg in Größe M ist es das schwerere Rad der Familie, und das hat einen einfachen Grund: Schutzbleche, Gepäckbügel, Shimano-MT401-Hydraulikbremsen mit 160 mm Scheibendurchmesser, die enviolo-Nabe und die komplette Lichtanlage sind eben keine Leichtgewichte. Dafür bekommt man alles serienmäßig und muss nichts nachrüsten.
Zur Ausstattung im Detail: Shimano MT401 hydraulische Scheibenbremsen mit 160 mm,47 mm breite WTB-Horizon-Reifen mit Reflexstreifen auf 27,5-Zoll-Alexrims-EXR25-Felgen mit Sapim-Race-Speichen in drei- und zweifacher Kreuzung, Schindelhauer-Hochflansch-Vorderradnabe und enviolo-TR-Hinterradnabe, der Miranda-Delta-Kurbelsatz, CNC-gefräste Schindelhauer-Urban-Pedale aus Aluminium, der Satori-Stealth-Vorbau, der Satori-Seagull-Lenker, der Sattel FABRIC Scoop Shallow Sport, eine Schindelhauer-Sattelstütze, schraubbare Schindelhauer-Griffe sowie eine hydrogeformte Aluminiumgabel mit internem Kabelverlauf, Post-Mount-Aufnahme und 15-mm-Steckachse.
Der Modellname besteht aus drei Teilen, die zusammen das Konzept des Rads beschreiben.
Heinrich – Der Familienname, den alle Ausführungen der Serie tragen. Die Marke vergibt althochdeutsch klingende Vornamen und folgt dabei einer Regel mit unmittelbarer technischer Entsprechung: Namen männlicher Form gehören zum Diamantrahmen, Namen weiblicher Form zum Trapezrahmen. Heinrich ist damit die geschlossene Variante; das weibliche Gegenstück Hannah trägt technisch dieselbe Konstruktion, aber einen Schwanenhals mit niedrigem Einstieg.
Enviolo – Der Name des Herstellers der stufenlosen Nabenschaltung, nach der dieses Rad benannt ist. enviolo-Naben arbeiten nicht mit festen Gängen, sondern geben das Verhältnis zwischen Pedalumdrehung und Radumdrehung stufenlos vor – es gibt also keine einzelnen Gangstufen, zwischen denen gewählt wird. Der Zusatz AUTOMATIQ mit elektronischer eShift erweitert das um eine Automatikfunktion, die die Übersetzung selbstständig nachführt. In derselben Serie stehen daneben die Alfine-Ausführung mit acht festen Gängen und die SSP-Variante mit fester Übersetzung; die drei Namen benennen also drei verschiedene Getriebekonzepte derselben Grundkonstruktion.
perlblau – Die Farbvariante. Ein Perlblau mit flachem, schimmerndem Glanz, das zusammen mit schwarzen Felgen, dunklen Anbauteilen und dunkler Bereifung einen kühlen, ruhigen Kontrast bildet. In der Heinrich-Familie stehen außerdem graphitschwarz, titansilber und granatrot zur Auswahl.
Rahmen, Gabel, Gates-CDX-Riemen, Laufräder, Bosch-Performance-Line-Motor und PowerTube-500-Akku sind über die gesamte Heinrich-Serie hinweg identisch. Unterschiedlich sind Getriebe, Ausstattung und damit auch Gewicht und Charakter.
Die enviolo-Variante ist die am umfassendsten ausgestattete Version: Wingee-W52-Schutzbleche mit integrierter Supernova-Lichtanlage und integrierten Gepäckbügeln gehören zum Lieferumfang, dazu Shimano-MT401-Hydraulikbremsen, der KIOX-Bordcomputer und der optionale Frontgepäckträger. Ihr Gewicht von 24,7 kg in Größe M ist deshalb höher als das der Geschwister. Gegenüber der Alfine-Variante – ebenfalls mit Bosch Active Line Plus, aber mit Achtgang-Nabenschaltung und einer Shimano-Alfine-Hydraulikbremsanlage – arbeitet die enviolo mit 65 Nm statt 50 Nm und bietet entsprechend mehr Reserve. Gegenüber dem SSP richtet sie sich an alle, die das Rad über Jahre als Pendler- oder Tourenrad nutzen: Wo das SSP mit19,7 kg auf Gewicht und Purismus setzt, hier auf Wetterschutz, Gepäck und Bequemlichkeit.
Der Gegenstand der Wahl lautet damit nicht Power gegen Komfort, sondern Wartungsaufwand gegen Ausstattung. Alle drei Antriebe – Riemen statt Kette – sind wartungsarm. Wer jedoch regelmäßig Last transportiert, bei Regen fährt oder das Rad im Gepäckraum mitnimmt, ist mit dem enviolo am besten bedient, weil die Schutzbleche, die Gepäckbügel und die Rückleuchten serienmäßig dazugehören.
Dieses Rad ist für alle, die Strecke zurücklegen, ohne sich um ihre Technik zu kümmern. Wer täglich pendelt, holt am Wochenende Gepäck aus dem Keller und das Rad durch Regen fährt, bekommt hier ein vollständiges Paket: Das Multitalent unter den Heinrich-Modellen, wie der Hersteller es nennt. Die breiten47-Millimeter-Reifen auf 27,5-Zoll-Laufrädern federn Unebenheiten ab, die erhöhte Lenkerposition sorgt für entspanntes Sitzen, und die hydraulischen Scheibenbremsen sorgen bei Nässe für planbare Verzögerung. Die 65 Nm des Motors gleichen Ampelstarts, Gegenwind und steile Zufahrten aus, und die Automatik-Schaltung hält die Trittfrequenz dabei konstant – das Ergebnis ist ein Rad, das man nach der Einfahrt kaum noch bewusst fahren muss.
Innerhalb der Familie ist die Rollenverteilung eindeutig: Das SSP ist das leichteste, reinste Rad der Serie, die Alfine die günstigere Alternative mit Schaltung und Active Line Plus, der SSP Bosch Smart die digitale Variante mit Kiox, LED-Remote und 85 Nm. Wer hingeht, bekommt mit dem enviolo automatische Übersetzung, Komfort und Vollausstattung; wer hingegen auf möglichst wenig Gewicht, maximale Wendigkeit und eine reine Silhouette ohne Bleche und Bügel Wert legt, ist mit dem SSP besser aufgehoben.
Auch der Vergleich mit den übrigen Serien lohnt sich: Die Modelle Arthur und Antonia sind noch sportlicher-aufrechter ausgerichtet, das Emil ist städtischer und wendiger ausgelegt, und die Wilhelm-Familie ist als Custom- und Gravel-Bike mit Pinion-, Rohloff- oder Alfine-Di2-Technik für völlig andere Zwecke gebaut. Geschlechtsspezifische Varianten und Rahmenformen bleiben nennenswert: Hannah ist das weibliche Gegenstück zum Heinrich und technisch identisch, setzt aber auf den Schwanenhals-Trapezrahmen mit niedrigem Einstieg. Hier wird der Heinrich ausschließlich als Diamantrahmen angeboten – in diesem Artikel in Größe M (49 cm), weitere Rahmengroßen führt die Serie als eigene Varianten.