Das ASTR bringt sämtliche Qualitäten des ASTR RS auf ein zivileres Preisniveau – von der Aero-Formsprache bis zur modernen Gravel-Geometrie. Diese Ausführung überrascht mit einem besonderen Antriebskonzept: Die Classified-Nabenschaltung liefert eine zweite Schaltstufe direkt aus dem Hinterrad heraus.
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Youtube Videos anzeigenDer Rahmen des ASTR besteht aus HM-Carbon mit BB86-Innenlager, kurzen Kettenstreben und einer Reifenfreiheit von 47 Millimetern im 2-fach-Betrieb respektive 52 Millimetern im 1x-Modus. Das Herzstück ist der Classified-Antrieb: Ein 11–34er-Ritzelpaket (zwölf Gänge) wird von einer im Hinterrad-Nabengehäuse verborgenen, per Funk geschalteten Untersetzung ergänzt – zusammen ergibt das praktisch 24 Gänge aus einem einzigen Kettenblatt, ohne Umwerfer und ohne Übersetzungsloch. Der Clou: Schaltvorgänge gelingen auch unter voller Last nahezu verzögerungsfrei, die Kette läuft dabei auf einer Linie und kann nicht abspringen. Die SRAM-Rival-eTap-AXS-Schaltung übernimmt die Bedienung von Schaltwerk und Nabe per Funk. Beleuchtung sucht man vergebens; wer leicht unterwegs bleiben möchte, verstaut Gepäck in Aero-Rahmen- und Satteltaschen über die vorgesehenen Anschraubpunkte. Zu den Extras zählen das integrierte Forza-Cirrus-Pro-Cockpit mit 16-Grad-Ausschwung, das Forza-Levanto-Gravel-Vorderrad mit 40 Millimetern Tiefe und 23 Millimetern Innenmaul, das 4ZA-Levanto-G-Hinterrad mit Classified-Nabe, die Vittoria-Terreno-Dry-Pneus in 47 Millimetern mit hellen Seitenwänden und der Selle-Italia-Novus-Boost-Superflow-Sattel. Die Lackierung Empress Grey Metallic/Anthracite Metallic verleiht dem Rad eine edle, zweitönige Erscheinung; die Rahmengröße XS richtet sich an kompaktere Fahrer.
ASTR ist der plattformeigene Name der ganzen Linie, ausgesprochen „ASTor“ und angelehnt an das lateinische „Aster“ (Stern); eine amtliche Langform existiert nicht. Classified bezeichnet das kabellose Naben-Schaltsystem des gleichnamigen Komponentenentwicklers – die sogenannte Powershift-Nabe, die eine zweite Übersetzung im Hinterrad bereitstellt. Rival ist die mittlere Gruppenklasse des SRAM-Katalogs, angesiedelt zwischen Apex und Force bzw. Red. AXS nennt SRAMs vollständig kabelloses Schalt-Ökosystem. 1x12 beschreibt den Aufbau aus einem Kettenblatt und zwölf Ritzeln, das von der Naben-Untersetzung virtuell verdoppelt wird. Empress Grey Metallic/Anthracite Metallic kennzeichnet die graue Zweiton-Lackierung in Metallic, XS die kleinste Rahmengröße.
Die ASTR-Familie gliedert sich in das Basis-Modell, das RS-Topmodell und die E-Variante mit Motor. Das Basis-ASTR fährt HM-Carbon, eine runde Sattelstütze und mechanisch wie elektronisch bestückbare Gruppen; die RS-Linie nutzt Elite-Carbon, Aero-Sattelstütze und Nimbus-Pro-Cockpit bei reiner Elektronik. Innerhalb der Basis-Programms sticht dieser Build heraus: Während GRX600 mechanisch mit zwei Kettenblättern arbeitet, die Apex-XPLR-Ausführung eine breite Kassette nutzt und der GRX800-Di2-Build zweiblättrig elektronisch schaltet, setzt die Classified-Variante auf ein einziges Kettenblatt plus Naben-Untersetzung – kein Umwerfer, kein Kabel, unübertroffene Schaltruhe auch im Sprint. Das integrierte Cirrus-Pro-Cockpit und die Levanto-Laufradsätze unterstreichen den durchdachten Charakter dieser Version.
Der Einsatzbereich ist das sportliche Gravel-Segment: zügige Ausfahrten, regionale Rennen und lange Wettkampfetappen. Die 47-Millimeter-Pneus balancieren Grip und Rollwiderstand, während die Naben-Schaltung unter Last nahezu lückenlos schaltet – ein Vorteil, wenn aus dem Sattel beschleunigt oder Abfahrten gemeistert werden. Anders als das auf Bikepacking und Beleuchtung ausgelegte Kanzo Adventure trägt dieses Bike keine Lasten, sondern setzt auf Leichtigkeit und Effizienz; dem älteren Kanzo Fast gegenüber punktet es mit jüngerer Aero-Generation und größerem Reifenfenster. Wer ein Gravelbike mit klarer 1x-Philosophie, einem Minimum an Wartung und einer ungewöhnlichen, innovativen Antriebsarchitektur sucht, findet im Classified-ASTR einen unverwechselbaren Partner.