Robustes Aluminium-Hardtail Mountainbike mit zuverlässiger Shimano CUES U6000 2x10fach-Kettenschaltung, griffige Shimano Hydraulik-Scheibenbremsen und Schwalbe Rocket Ron-Reifen mit hervorragendem Grip. Mehr MTB braucht es nicht für coole Geländetouren.
Der Einstieg in dein MTB Abenteuer. Dieses vielseitige Fahrrad erfüllt alle Wünsche für anspruchsvolle Trails und gechillte Schotterstrecken
Der Name dieser Farbvariante sagt mehr, als er zunächst vermuten lässt: Galactic Black beschreibt ein tiefes, anthrazitfarbenes Schwarz mit leicht metallischem Schimmer, in dem die Konturen des Rahmens bei Streiflicht deutlich hervortreten – und es ist die zweite von zwei Lackierungen, in denen das Applebee gebaut wird. Technisch ist es derselbe Hardtail: Der Rahmen aus Aluminium 6061 TB arbeitet mit 135 mm O.L.D., 73 mm BSA-Tretlager, Direct-Mount-Aufnahme für den Umwerfer, innen geführten Schaltzügen, außen liegenden Bremszügen und IS-Disc-Bremsaufnahmen. Diese Kombination ist bewusst gewählt, weil sie das Gewicht niedrig hält und gleichzeitig verhindert, dass Schmutz und Wasser in die Züge dringen. Bei 13,1 kg in 27,5 Zoll und 13,4 kg in 29 Zoll zählt dieses Rad zu den leichtesten seiner Klasse, und mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 115 kg bleibt ausreichend Reserve für Gepäck und Trinkflasche.
Die Gabel ist das Bauteil, das über den Charakter dieses Mountainbikes entscheidet: Die SR Suntour Raidon XC RL-R Air bietet 100 mm Federweg, arbeitet mit Luftfederung und lässt sich über einen Fernlockout am Lenker bedienen. Im Gelände nutzt dieser Federweg die Unebenheiten aus, ohne dass die Bodenfreiheit für enge Passagen leidet; auf asphaltierten Wegen wird die Federung per Ferngriff deaktiviert, sodass dieselbe Maschine ruhig und effizient rollt. Weil die Federung luftgefüllt ist, lässt sie sich außerdem auf das Körpergewicht des Fahrers abstimmen – ein Vorteil gegenüber Stahlfedern, bei denen dieselbe Anpassung nicht möglich ist. Dazu passend: ein konischer Gabelschaft von 1 1/8 auf 1 1/2 Zoll sowie der Steuersatz mit ZS44/28,6 oben und ZS55/40 unten für eine direkte Lenkung über Wurzeln und in engen Kurven.
Geschaltet wird mit der Shimano CUES U6000, einer Kettenschaltung mit zwei Kettenblättern und 20 Gängen. Die Zweiteilige Kurbelgarnitur FC-U6000-2 liefert 36 und 22 Zähnen, das Shadow-Schaltwerk RD-U6020-10 SGS arbeitet 10-fach, und die Kassette CS-LG300-10 reicht von 11 bis 39 Zähnen – zusammen eine Gesamtkapazität von 44 Zähnen. Diese Bandbreite ist im Gelände der Grund, warum dieses Rad weich durch enge Serpentinen fährt und zugleich auf langen, flachen Passagen effizient treibt, ohne dass ständig geschaltet werden muss. Die LINKGLIDE-Kette CN-LG500 hält dabei auch unter Staub und Schlamm zuverlässig die Verbindung, und die Schalthebel SL-U6000-L und SL-U6000-10R sitzen so am Griff, dass ein Wechsel auch mit eingeschalteter Federung schnell erledigt ist.
Bei den Bremsen vertraut das Rad auf Shimano BR-MT410, hydraulische Scheibenbremsen mit jeweils zwei Kolben, bedient über die Zweifinger-Hebel BL-MT401 aus Aluminium. Die Scheiben Shimano SM-RT54 messen vorn 180 mm und hinten 160 mm, jeweils Center Lock – eine Aufteilung, die beim Hardtail schwergewichtig ist, weil das zusätzliche Vorderrad-Bremmoment auf losem Schotter verlässlich umgesetzt wird. Die Laufräder ruhen auf den Formula-Naben CL-51 vorn mit QR5x100-mm-Achse und CL-52 hinten mit QR5x135-mm-Achse, dazu die Oxygen RM-M19 Felgen in 19x584 beziehungsweise 19x622. Die Reifen Schwalbe Rocket Ron Performance in 57-584 und 57-622 bringen die volle MTB-Breite von 57 mm mit: Sie greifen tief in Schotter und weichen Waldboden, bleiben auf Asphalt angenehm leise und lassen sich für den Transport zusammenfalten. Ergänzt wird das Paket um den Oxygen Driver Lenker mit 740 mm Breite, 9° Kröpfung und 25,4 mm Rise, den Oxygen Driver Vorbau mit 6°, den Sattel Oxygen Havoc, die Sattelstütze Oxygen Driver mit 350 mm Länge und 27,2 mm Durchmesser sowie die ATB Pro Reflex Pedale. Die Gepäckträger-Ösen am Rahmen erlauben zusätzlich die Montage von Packtaschen, was das Bike auch für längere Touren öffnet.
Der Name setzt sich aus zwei englischen Wörtern zusammen, die für sich genommen wenig mit Fahrrädern zu tun haben und zusammen ein Bild ergeben: „Apple" – der Apfel – steht für Frische und eine gewisse Leichtigkeit, „Bee" – die Biene – für Lebendigkeit, Aktivität und den Fleiß, der in jeder Kette steckt. Zusammengesetzt ergibt das „Applebee", und diese Mischung beschreibt die Absicht des Herstellers: ein Mountainbike, das frisch wirkt und lebendig fährt. Anders als die Reihen AV IOLO, KALEA oder CALETA, deren Modelle über Nummern wie 6.1, 7.1 oder 8.1 und Rahmencodes wie HT, LT und Forma differenziert werden, trägt dieses Rad keine Modellnummer und keinen Rahmencode – es ist ein eigenständiger Name für ein eigenständiges Konzept: ein Aluminium-Mountainbike mit 20-Gang-Shimano-Kettenschaltung und Federgabel. „Galactic Black" ist die Farbbezeichnung, die zweite Ausführung neben Blue Grey, und wie die beiden Lackierungen das gleiche Rad in unterschiedlichen Temperamenten zeigen, bleibt die Technik in beiden Fällen identisch.
Im Gesamtprogramm besetzt dieses Rad eine klar erkennbare Lücke. Gegenüber dem CALETA 6.1 und dem CALETA 8.1, die als City- und Tourenräder mit 45 mm Schwalbe G-One Overland, Nabendynamolicht und hydraulischer Scheibenbremse auf asphaltierte Wege, Pendelstrecken und Gepäcktouren ausgelegt sind, setzt das Applebee auf das, was abseits befestigter Straßen zählt: 100 mm Luftfederung, 57-mm-Reifen und eine 20-Gang-Schaltung mit 44 Zähnen Gesamtkapazität. Gegenüber dem E-LIVENZA 7.4.1, einem E-Bike mit Bosch Performance Line SX und 400-Wh-Akku, bleibt es ein rein muskuläres Rad – der Unterschied liegt nicht in der Leistung des Motors, sondern darin, dass jede Steigung mit der eigenen Kraft und der eigenen Technik gemeistert wird. Gegenüber dem AVIOLO 9.1 mit Magnesium-Luftfedergabel und Shimano CUES 8000 in 2x11 bleibt es die ehrlichere, leichtere Wahl: 22 statt 20 Gänge sind auf schnellen Asphaltstrecken ein Vorteil, auf Schotter und Wurzeln zählt dagegen das um gut zwei Kilogramm niedrigere Gewicht. Die Gepäckträger-Ösen wiederum heben es gegenüber einem reinen Race-Hardtail deutlich ab, weil sie den Wandel zum Tourenrad ermöglichen.
Der Einsatzweck dieses Rades ist die Bandbreite zwischen schnellem Trailriding und langen Tagesetappen. Der Fernlockout macht es möglich, am selben Tag eine flüssige Asphaltstrecke zu fahren und anschließend in den Wald einzubiegen, ohne Werkzeug und ohne Nachjustieren – und umgekehrt. Die 100 mm Luftfederung übernimmt dabei den Teil der Arbeit, den ein starrer Rahmen dem Körper sonst aufgibt: Sie nimmt Unebenheiten auf, bevor daraus Ermüdung in Rücken, Nacken und Armen wird, und lässt das Rad über Wurzeln kontrolliert laufen statt unkontrolliert wegzuspringen. Die 20 Gänge mit 44 Zähnen Kapazität unterstützen genau dieses Tempo: enge Kehren werden langsam und sicher genommen, lange Passagen dagegen in einem ruhigen, effizienten Gang gefahren. Wer weiter reist, nutzt die Gepäckträger-Ösen für zwei Packtaschen, eine Trinkflasche und einen Tagessack, und bleibt mit 13,1 kg Fahrzeuggewicht in einem Bereich, in dem auch das Tragen über steile Wege realistisch bleibt. Für Tourenrenner, die leichte Reifen und noch mehr Schub möchten, existiert in diesem Segment ein breiteres, leichteres Angebot – für alle anderen ist das Applebee die ausgewogene Wahl, die auf dem Trail überzeugt und auf dem Heimweg nicht zur Last wird.