Dieses Arthur E-Bike kombiniert das Mahle X20 System mit einer Pinion C-Linie Getriebeeinheit mit 9 Gängen. Mit dem Gates Carbon Zahnriemen legt man drei bis viermal so viele Kilometer zurück wie mit einer Kette - bei gleicher Effizienz, aber weniger Wartung. Der 250-Watt-Nabenmotor im Hinterrad treibt das Fahrrad mit 55Nm an.
Sehen und gesehen werden: mit Arthur kann man auch bei Dunkelheit sicher Fahrrad fahren. Die kleinste StVZO-konforme Lichtanlage von LightSKIN besticht durch ihre kompromisslose Integration in Lenker und Sattelstütze. Vor Nässe und Schmutz ist man dank serienmäßig verbauter Curana-Schutzbleche bestens geschützt. Ein Gepäckträger ist optional erhältlich.
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Youtube Videos anzeigenSahneweiß und ein Rahmendesign ohne sichtbare Kompromisse – dieses Rad wirkt wie eine Entscheidung gegen Unaufgeregtheit. Der Aufbau gibt dieser Haltung technisch Substanz: Aero-Shape-Rohrsatz aus Aluminium 6061-T6, dreifach konifiziert, geglättete Schweißnähte, interne Zugverlegung und integrierte Sattelklemme sorgen für eine Oberfläche, an der nichts zu korrigieren ist. Geschmiedetes Tretlagergehäuse und geschmiedetes, riementaugliches Ausfallende mit Schlittenspannsystem und patentiertem Belt-Port verankern den Antrieb, wobei der Motorstecker im Rahmen verschwindet. Der Diamantrahmen mit abgesenkter Sitzstrebe hält die sportliche Linie, ohne auf Eleganz zu verzichten. An der Front arbeitet eine konische Aluminiumgabel mit interner Kabelverlegung, Scheibenbremssaufnahme im Post-Mount-Verfahren und 15-mm-Steckachse; der Acros ICR Steuersatz mit 1,5 Zoll schließt den Aufbau nach oben ab.
Im Tretlagergehäuse sitzt die Pinion C-Line Getriebeeinheit in der Neun-Gang-Ausführung XR, entwickelt von ehemaligen Porsche-Ingenieuren. Neun Gänge bedeuten in diesem Getriebe eine Übersetzungsbandbreite von 636 Prozent – ein Wert, der Wege vom zähen Anstieg bis zur flachen Sprintpassage abdeckt, ohne den Antrieb umzubauen. Geschaltet wird über Zahnräder, die je nach Drehmoment verzögert oder unverzögert ausgerückt werden; ein Wechsel gelingt deshalb im Stand genauso wie unter Last. Auf der Antriebsseite arbeitet ein 39-Zahn-Klingelrad, auf der Hinterradseite ein 28-Zahn-Ritzel, dazwischen ein 115-Zähne-Zahnriemen von Gates Carbon Drive CDX. Innenlager und Kurbelsatz stammen ebenfalls von Pinion und sind damit auf das Getriebe abgestimmt. Ein Kettenzug, Schaltkabel oder ein Kettenölfleck fehlt an diesem Aufbau vollständig – und laut Hersteller hält der Riemen drei- bis viermal so viele Kilometer wie eine Kette, bei gleicher Effizienz und ohne jede Schmierung.
Für den Antriebsschub zeichnet sich Mahle mit der X20-Serie verantwortlich. Der leise Hub Drive arbeitet als Nabenmotor im Hinterrad, bringt 250 W Nennleistung und 55 Nm Drehmoment auf und unterstützt bis 25 km/h. Der Intube-Akku mit 250 Wh ist vollständig im Unterrohr verbaut; die Bedienung erfolgt über das Smart-System mit nur einer Taste am Oberrohr, und Bluetooth sowie ANT+ sorgen für die Verbindung zu Endgeräten ohne Kabel. Diese Anordnung ist der Grund, warum das Rad von außen wie ein Fahrrad und nicht wie ein E-Bike wirkt: Der Akku ist unsichtbar, der Motor unauffällig, und nur ein dezenter Knopf gibt Hinweis auf die Elektrifizierung.
Im Detail zeigt sich die Handschrift des Herstellers. Der Brooks Swift Sattel mit verchromtem Gestell, die Schindelhauer Ergo Ledergriffe und der Satori-Vorbau bilden den klassischen Antritt. Die kleinste StVZO-konforme Lichtanlage im Programm, die LightSKIN City, sitzt mit dem Scheinwerfer im Lenker und dem Rücklicht in der Sattelstütze, beide aus dem Akku gespeist. Gegen Wasser und Straßenschmutz sind Curana DLite Schutzbleche serienmäßig montiert; Gepäckträger, Ständer sowie Flaschenhalter und Schlosshalter lassen sich ergänzen. Die Laufräder auf 28 Zoll arbeiten mit Schindelhauer StraightPull-Vorderradnabe, dem StraightPull-Nabenmotor des X20, Kinlin TL23R Felgen und Sapim Race Speichen im 3-fach- und 2-fach gekreuzten StraightPull-Muster, bereift mit Continental GP Urban Classic in 35-622. Hydraulische Scheibenbremsen Shimano Alfine S7000 arbeiten mit 160 mm Scheibendurchmesser. Das Gewicht beträgt 15,7 beziehungsweise 15,9 kg, das zulässige Gesamtgewicht 130 kg.
Schindelhauer vergibt traditionelle europäische Vornamen, und Arthur ist ein alter deutscher wie englischer Name, der auf die keltischen Wurzeln artos für Bär zurückgeht und sinngemäß den Bärenstarken meint. Hinter dem Kürzel IX steckt die römische Schreibweise der Neun, und sie ist der Hinweis auf die Getriebestufe: die Pinion C-Line mit neun Gängen. X20 bezeichnet das Mahle-System aus leisem Hinterradnabenmotor mit 250 W und 55 Nm sowie dem integrierten Intube-Akku mit 250 Wh. Sahneweiß ist die Farbangabe, die der Händlername ergänzt, während die Rahmenform nicht im Namen steht, weil die ganze Familie auf derselben Linie aufbaut. Die Größen S mit 53 cm, M mit 57 cm und L mit 61 cm sowie 28 Zoll Laufradgröße decken die üblichen Körpergrößen ab.
Innerhalb der Arthur-Reihe besetzt das IX X20 die gehobene Mittelposition. Unterhalb steht das ARTHUR X20 SSP, das als Singlespeed ohne Getriebe auskommt und für Fahrer in flachem Gelände gedacht ist, daneben das ARTHUR VI X20 mit sechs Gängen und schmalerer Übersetzungsbandbreite. Oberhalb positioniert sich das ARTHUR IX ULTIMATE mit edleren Komponenten, während die Modelle mit Mahle-X35-Antrieb die ältere Motorgeneration mit rund 40 Nm und entsprechend geringerem Gewicht vertreten. Gegenüber diesen beiden Nachbarn ist das IX X20 die umfassendere Lösung: Das breite Übersetzungsband der Neun-Gang-Getriebeeinheit trifft auf das stärkere Drehmoment der X20-Generation, und die Ausstattung mit Licht, Schutzblechen und Slim-Line-Laufrädern sitzt auf dem Niveau der Serie, ohne die edlere Ausstattung des ULTIMATE zu kopieren.
Adressiert sind urbane Fahrerinnen und Fahrer, die ein nahezu unsichtbares E-Bike mit hohem Designanspruch und geringem Wartungsaufwand suchen. Der Diamantrahmen spricht dabei diejenigen an, die eine klassische, sportliche Optik bevorzugen. Praktisch zahlt sich das Übersetzungsband bei Pendelstrecken mit wechselndem Höhenprofil aus: Eine lange flache Passage wird mit ruhigem Tempo gefahren, der folgende Anstieg mit derselben Maschine und passendem Gang bewältigt. Der Wartungsaufwand bleibt gering, weil weder Kette noch Schaltkabel gepflegt werden müssen, und die Sichtbarkeit im Straßenbild bleibt gering, weil Akku, Motor und Bedienung in Rahmen, Gabel und Sattelstütze integriert sind. Für längere Strecken und tägliche Wege ist das die Maschine, die beides verbindet: Alltagstauglichkeit ohne Kompromiss bei der Optik.
Ein weibliches Gegenstück existiert ebenfalls: Die ANTONIA-Reihe führt dieselben VI- und IX-Kombinationen aus Pinion-Getriebe und Mahle-Antrieb, ist jedoch als Tiefeinsteiger mit abgesenktem Oberrohr und zusätzlicher XS-Größe ausgeführt. Wer eine aufreizende Haltung bevorzugt, wählt damit zwischen zwei Rahmensilhouetten – Diamant für sportlich-klassisches Sitzen und abgesenkter Einstieg für entspanntes Ankommen – bei identischer Technik auf der jeweiligen Ausbaustufe.