Als leistungsorientiertes Gravelbike wurde das ASTR RS gezielt für moderne Gravelrennen entwickelt – das belegen die bahnbrechende Reifenfreiheit von 52 Millimetern und eine Geometrie, die bei hohem Tempo Vertrauen schenkt. Diese Version bringt dazu eine elektronische Shimano-Di2-Schaltung und die auffällige Crocodile-Green-Optik an den Start – für Fahrerinnen und Fahrer, die im Schotterrennen nichts dem Zufall überlassen.
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Youtube Videos anzeigenDas Fundament bildet ein Rahmen aus Ultra-HM-Carbon der Elite Series, der in Größe M nur etwa 890 Gramm wiegt und den rennorientierten Anspruch der Plattform unterstreicht. Aerodynamisch profilierte Rohre und eine Gabel mit integriertem Kronen-Diffusor, abgeleitet von der Aero-zu-Gewicht-Studie des Falcn RS, senken den Luftwiderstand spürbar. Sauber angeschlossen ist das elektronische Shimano-GRX800-Di2-System im 2x12-Layout: Die GRX-820-Kurbel mit 48/31 Zähnen und die Ultegra-Kassette 11–34 ergeben 24 Gänge; schalten und bremsen per DI2-Technologie sind präzise, leichtgängig und auch bei Dreckbewuchs verlässlich. Beleuchtung gibt es nicht – dem Wettkampfgedanken folgend fehlen Lampen ebenso wie eine Dynamo-Führung. Auch die Zahl der Aufnahmen ist bewusst klein gehalten; für Ultrastrecken stehen gleichwohl die aerodynamischen Apidura-Aero-Pack-Montagepunkte bereit, die Stauraum schaffen, ohne die Windschlüpfigkeit zu stören. Zu den weiteren Besonderheiten zählen das integrierte Forza-Nimbus-Pro-Cockpit in Stealth Black, die D-förmige Forza-Aero-Sattelstütze, die tiefen DT-Swiss-GRC1600-Laufräder mit 42-Millimeter-Profil und die 47er Vittoria-Terreno-Dry-Reifen mit braunen Seitenwänden.
ASTR ist der plattformeigene Familienname und wird „ASTor“ gesprochen, nicht „ASTRa“; ein offizielles Langkürzel existiert nicht, klanglich schwingt das lateinische „Aster“ (Stern) mit. Das RS steht laut Hersteller offiziell für „Racing Sport“ und kennzeichnet die Rennvariante der Familie. GRX800 bezeichnet die Antriebsstufe: „GRX“ ist die Gravel-Baureihe des Komponentenherstellers, die Ziffer die hohe, hier elektronische Ausbaustufe. DI2 ist dessen elektrische Schalttechnologie, „2x“ verrät den doppelten Kettenblatt-Aufbau. UD Carbon bezieht sich auf die sichtbare unidirektionale Carbon-Optik, Crocodile Green auf den kräftigen Grünton der Lackierung – und das XS am Ende gibt schlicht die Rahmengröße an.
Innerhalb der ASTR-Familie ist das RS die Top-Klasse: Das Basismodell ASTR nutzt einen günstigeren Carbon-Aufbau, eine runde Sattelstütze, einen klassischen Vorbau-Lenker und erlaubt auch mechanische Gruppen; das ASTR RS setzt dagegen auf Ultraleicht-Carbon, eine Aero-Sattelstütze, das integrierte Nimbus-Pro-Cockpit und nur auf elektronische Schaltungen. Untereinander unterscheiden sich die RS-Builds hauptsächlich im Antrieb: Diese Konfiguration fährt mit Shimano GRX Di2 im 2x-Modus samt Umwerfer und bietet damit den klassisch breiten Übersetzungsbereich für Berg und Flach; die Schwestermodelle mit SRAM setzen hingegen auf ein einzelnes Kettenblatt (1x) und eine riesige Kassette. Auch optisch sticht die Crocodile-Green-Lackierung hervor, während das E-ASTR als elektrisches Familienmitglied mit TQ-Motor ganz eigene Wege geht.
Diesen Rädern gehört die raue Rennpraxis: Gravel-Wettbewerbe wie Unbound, Big Sugar oder die Traka 360 verlangen Tempo, Robustheit und Verlässlichkeit zugleich. Genau dafür ist das ASTR RS konstruiert – die Kombination aus leichterem Rahmen, optimierter Aerodynamik, breiter Reifenwahl und stabiler Geometrie (langer Radstand, tieferes Tretlager, flacherer Lenkwinkel) bringt Fahrer mit mehr Energie ins Finale als die Konkurrenz. Gegenüber dem kanzo Adventure, das mit Gepäckträgern, Lichtausstattung und entspannter Sitzposition auf Bikepacking und Touren zielt, bleibt dieses Rad konsequent auf Performance gebürstet: Es will schnell fahren, nicht viel laden. Auch im Vergleich zu Kanzo Fast und dem Allroad-Modell Grifn RS schärft das ASTR RS seine Aero- und Reifenfreigabe; wer überwiegend bepackte Mehrtager plant, fährt mit dem Adventure besser, wer Sekunden jagt, ist hier richtig.